Im Studienjahr 2018/19 wurden insgesamt 15.243 ordentliche Studienabschlüsse an Österreichs Hochschulen verzeichnet[1]. Das zeigt eine Zeitreihenanalyse der Statistik Austria, die Zahl der Abschlüsse steigt jährlich kontinuierlich. Das bedeutet, dass mindestens 15.000 Studierende jährlich eine Abschlussarbeit erfolgreich einreichen.

Wenn so viele das schaffen, dann wird es für mich also auch möglich sein!?


Ich bin zwar noch etwas vom Status der Abgabe meiner Masterarbeit entfernt und habe noch nicht die Freigabe meines Konzeptes, dennoch gibt es für mich ein paar Learnings am Weg zur Masterarbeit.

Eine entscheidende Phase ist die Themenfindung. Das Ziel ist, ein Thema auszuwählen, das einen erstens selbst interessiert, zweitens inhaltlich zum Studium passt und drittens im vorgegebenen Zeitrahmen in eine Masterarbeit verpackt werden kann. Diese Phase kann ganz einfach mit einem Brainstorming beginnen, hierfür können Mindmaps, digitale Whiteboards oder Notizbücher verwendet werden. Das wichtigste ist, alle Themen, die aufpoppen und interessant klingen, aufzuschreiben. Ist die Themensammlung einmal erledigt, kann es sehr hilfreich sein, die einzelnen Themen etwas genauer zu betrachten und folgende Fragen zu beantworten:  

  • Gibt es ausreichend Literatur dazu und ist diese für mich auch verfügbar?
  • Ist das Thema relevant?
  • Lässt sich das Thema auf einen wissenschaftlichen Teilbereich eingrenzen?
  • Kann die Masterarbeit im verfügbaren Zeitrahmen praktisch durchgeführt werden?

Am Ende sollen bereits einige Themen weniger auf der Liste stehen. Die, die es in die nächste Runde geschafft haben, können dann unter dem Gesichtspunkt der Forschungsmethodik betrachtet werden. Dabei stellt sich die Frage, ob eher qualitativ oder quantitativ vorgegangen werden soll. Folgende Richtlinie kann hier helfen: Qualitative Forschungsvorhaben sind explorativ, das Ziel des Vorhabens ist es etwas Neues herauszufinden. Quantitative Forschungsvorhaben sind eher beschreibend, sie verdeutlichen Annahmen und Hypothesen werden durch Zahlen rechnerisch bestätigt oder nicht. Welche Vorgehensweise gewählt wird, hängt auch von der Themenwahl ab und welche bisherigen Forschungsergebnisse es hierzu schon gibt.

Wenn die Wahl auf ein Thema gefallen ist, geht es ans Eingemachte. Um am Ende des Prozesses ein durchführbares Konzept zu erhalten, sollten einige Studien, die im Zusammenhang mit dem Thema stehen, gefunden und zusammengefasst werden. Das wichtigste ist die Formulierung der Forschungsfrage, die so gewählt sein sollte, dass sie qualitatives oder quantitatives Vorgehen impliziert. Das ist gleichzeitig auch die schwierigste Aufgabe. Hilfreich können folgende Qualitätskriterien sein: Ist die Forschungsfrage eingegrenzt genug? Ist die Frage klar formuliert? Was soll das konkrete Ergebnis des Forschungsvorhabens sein? Wie komme ich zu den Daten?

Wenn eine gute Forschungsfrage gefunden wurde, ist nicht zuletzt die Bestimmung eines geeigneten Datenerhebungsverfahren und die Beschreibung der Forschungsmethodik erforderlich.

In diesem Sinne möchte ich versuchen, mein Konzept zu finalisieren und wann ich immer ich im Prozess stecken bleibe, hilft der Austausch mit geschätzten KollegInnen!

[1] Ordentliche Studienabschlüsse an Fachhochschul-Studiengängen 1994 – 2018, abgerufen unter https://www.statistik.at/web_de/statistiken/menschen_und_gesellschaft/bildung/hochschulen/studienabschluesse/index.html (Stand 29.01.2021)

Hilfreiche Tipps für den Weg zur Masterarbeit

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